03.09.2018 18:34 Alter: 70 days
Kategorie: TOP News, News: Arheilgen
Von: M. Gaug

24 Stunden wie bei der Berufsfeuerwehr

Ereignisreicher Tag für die Arheilger Jugendfeuerwehr

31.08.2018 - 01.09.2018 16:00 - 16:00 Ort: DA-Arheilgen In Kalender eintragen

Vom 31.08. bis 01.09.2018 traten 14 Jugendliche der Jugendfeuerwehr Arheilgen pünktlich um 16:00 Uhr ihren Dienst an. Nach der Einteilung auf das Lösch- und das Kleinalarmfahrzeuges (LF/KLAF), ging es mit dem Fahrzeugcheck weiter.

Nicht lange danach ertönte das erste Mal der Gong mit einem Einsatz für das KLAF, um eine Ölspur aufzunehmen. Vor Ort wartete schon der Verursacher und wies die Feuerwehr ein. Rasch wurde die Stecke mit Bindemittel abgestreut und anschließend wieder aufgenommen. Kurz nachdem sich das KLAF wieder einsatzbereit gemeldet hat, ging es für das LF ebenfalls zu einer gemeldeten Ölspur.

Doch der Abend sollte nicht ruhig werden... Kurz nachdem das Bindemittel wieder aufgefüllt war, meldete ein LKW-Fahrer einen umgestürzten Baum, der ihn an der Weiterfahrt hinderte. Nun ertönte der Gong erneut, die Jugendlichen eilten zum Auto und los ging es. Mittels einer Handsäge wurde angefangen, nach und nach dem Baum zu zerkleinern. Es war aber schnell klar, dass noch Verstärkung benötigt wird. So wurde das LF angefordert, welches mit Manpower und Säge ebenfalls unterstützte und nach kurzer Zeit wieder freie Bahn herrschte.

Nach dem Abendessen gab es einen Unterricht zum Thema "Hydraulische Winde", ehe neben einem Kindergarten ein Flächenbrand gemeldet wurden. Diesmal wurde der komplette Verband alarmiert. Schnell bestätigte sich die Lage und es wurde ein umfangreicher Löschangriff gestartet. Zügig konnte der Leitstelle "Feuer aus" gemeldet werden. Noch während dem Aufräumen wurde an einer Schule ein starker Brandgeruch gemeldet. Das KLAF wurde zur Erkundung aus den Aufräumarbeiten gelöst.

Tatsächlich roch es stark nach Feuer, da die Fläche aber so groß war wurde das LF nachgefordert. Nach genauer Erkundung konnte ein größeres Grillfeuer ausfindig gemacht werden.

Zurück im Gerätehaus konnte ein bisschen entspannt werden. Kurz nach 22:000 Uhr wurden zwei vermisste Personen im Bereich des Rückhaltebeckens gemeldet, die zuvor noch mit dem Rad unterwegs waren. Nach der Absprache zwischen dem Einsatzleiter und den jeweiligen Fahrzeugführern, wurden Suchtrupps losgeschickt. Flott konnte die erste vermisste Person gefunden werden. Diese teilte den Einsatzkräften mit, dass sie mit zwei weiteren Personen unterwegs war und diese verschwunden seien. Auch diese konnten gefunden und an den Rettungsdienst übergeben werden.

Nach den erfolgreichen Einsätzen war es Zeit für die Nachtruhe, welche nicht allzu lange anhielt! Kurz vor 06:00 Uhr ertönte erneut der Gong. Es wurden Flammen im Bereich der Weiterstädter Landstraße gesehen. Auf der Anfahrt bestätigte sich die Meldung. Nach einem zügig eingeleiteten Löschangriff war das Feuer ebenso schnell gelöscht, dass es gleich wieder zurück in die Unterkunft ging, wo das gemeinsam Frühstücke wartete.

Doch es blieb nur wenig Zeit zum Verschnaufen. Das LF wurde zu einem Kellerbrand mit vermisster Person gerufen. Nach kurzer Zeit hörte man am Funk, dass die Person gefunden und gerettet wurde. Der Brandherd wurde ebenfalls bereits gefunden und gelöscht.

Im Laufe des Vormittags gab es auf dem Übungsgelände im Industriegebiet noch eine praktische Wachausbildung zum Thema "Technische Hilfeleistung". Hierbei wurde geübt, wie man mittels zweier Leiterteile ein Fahrzeug wieder auf die Räder stellen kann.

Der Großteil der Schicht war bereits vorbei, doch es gab noch weitere Einsätze abzuarbeiten. Beim ersten Mal kamen die Jugendlichen bei einer Verpuffung zum Einsatz, welche dazu führte, dass eine Person vermisst wurde. Durch eine sofort eingeleitete Menschenrettung konnte die Person rasch gefunden werden. Da diese jedoch eingeklemmt war, kam ein weiterer Trupp hinzu, so dass die Person gemeinsam befreit und ins Freie verbracht werden konnte.

Der letzte Einsatz in dieser Schicht führte die Arheilger Jugendfeuerwehr in ein ortsansässiges Unternehmen, von welchem gefährliche auslaufende Flüssigkeiten nach einem Staplerunfall gemeldet. Die Anfahrt und Fahrzeugaufstellung war nicht so einfach, da es an der Einsatzstelle recht eng war. Doch nachdem auch dies gelungen war, wurde sofort ein Trupp zur Menschenrettung unter Atemschutz in den Gefahrenbereich geschickt. Ein zweiter Trupp rüstete sich mit Chemikalienschutzanzügen und Atemschutz aus, um das Leck an dem Kanister zu verschließen.

Nachdem der Einsatz beendet und alle zurück waren, konnte mit dem Reinigen der Fahrzeuge und dem Aufräumen der Wache begonnen werden, so dass pünktlich zum Schichtende um 16:00 Uhr angetreten werden konnte.

Es hat allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht. Vielen Dank an alle, die zum Gelingen beigetragen haben.

Beteiligte Fahrzeuge

Berufsfeuerwehrtag 2018

Berufsfeuerwehrtag 2018