Rettungsgasse

 

Immer wieder haben Rettungsfahrzeuge Probleme damit, zügig zur Unfallstelle zu kommen, weil die Verkehrsteilnehmer keine Rettungsgasse bilden.

Eine landesweite Kampagne soll aufklären, wie und wo eine Rettungsgasse zu bilden ist. Initiator dazu war das Hessische Innenministerium. Unter dessen Federführung hat eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit Verkehrs- und Sozialressort sowie des Landesfeuerwehrverbandes Hessen e. V. und der Initiative "Rettungsgasse rettet Leben" Maßnahmen erarbeitet.

Am 25. Juli 2015 gab Innenminister Peter Beuth den Startschuss zur landesweiten Kampagne "Rettungsgasse" mit einer Pressemeldung und der Vorstellung des Kampagnen-Flyers. Er richtet sich vor allem an die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer und wird seitdem großflächig verteilt. Ihn erhalten zum Beispiel die Fahrlehrerverbände, Zulassungsstellen, Tank- und Rastanlagen, Landesfeuerwehrverband Hessen, Brandschutzdienststellen, Landesfeuerwehrschule, Polizeidienststellen sowie Hilfsorganisationen für die Erste-Hilfe-Ausbildung. Auch Banner für Brücken entlang der hessischen Autobahnen, Plakate an Tank- und Rastanlagen und Aufkleber für Rettungsfahrzeuge warben um die Bildung einer Rettungsgasse bei Stau.

22.09.2017 20:00 Alter: 117 days

Höhere Strafen für Rettungsgassen-Blockierer

Kategorie: News: Berufsfeuerwehr, TOP News
Von: DFV-Pressedienst / M.Gehrig

Bundesrat stimmt zu: ab 240 Euro Bußgeld und ein Monat Fahrverbot

Berlin - "Eine Rettungsgasse ermöglicht es unseren Einsatzkräften, zügig Hilfe zuleisten. Wer sie blockiert, gefährdet unter Umständen Menschenleben!", kommentiert Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), die heutige Entscheidung des Bundesrates. Das Gremium hatte in der letzten Sitzung der Legislaturperiode des Bundestages dem Verordnungsentwurf der Bundesregierung für höhere Bußgelder für Rettungsgassen-Blockierer zugestimmt (Drucksache 556/1/17).

Wer einem Einsatzfahrzeug, das blaues Blinklicht zusammen mit dem Einsatzhorn verwendet, nicht sofort freie Bahn schafft, muss nun mit Bußgeld von bis zu 200 Euro und einem einmonatigen Fahrverbot rechnen. Kommen Gefährdung bzw. Sachbeschädigung hinzu, steigen die Bußgelder um bis zu 120 Euro.

"Strafen alleine helfen nicht: Die Menschen müssen noch besser aufgeklärt werden,damit sie im Ernstfall schnell und richtig handeln und eine Rettungsgasse bilden", bewertet Ziebs. Er regt an, dass der Hinweis auf den Weg für Einsatzkräfte auch in Navigationsgeräten gegeben wird: "Wir haben im Bundesverkehrsministerium gefordert, dass eine entsprechende Meldung bei Stau eingeblendet werden soll.

"Der Bundesrat beschloss zudem neue Bestimmungen zur unerlaubten Benutzung von Smartphones während der Fahrt: Das Verbot wird auf "sämtliche technischen Geräte der Kommunikations-, Informations- und Unterhaltungselektronik"ausgeweitet. "Verschiedene Untersuchungen belegen eine die Verkehrssicherheit gefährdende Ablenkungswirkung fahrfremder Tätigkeiten", lautet es in der Begründung. Auch hier wurde das Bußgeld angepasst.