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Austritt von Kohlenmonoxid, große Personenanzahl betroffen

Alter: 36 Tage
Kategorie: Einsatz: Arheilgen, Einsatz: Innenstadt, Einsatz: Berufsfeuerwehr
05.03.202108:51 - 14:00

Nachdem bei einem Rettungsdiensteinsatz der mitgeführte CO-Warner ausgelöst hat, wurde am Freitagvormittag um 08:42 Uhr die Feuerwehr Darmstadt nach Kranichstein in die Siemensstraße alarmiert. Bei dem Objekt handelte es sich um einen Gebäudekomplex der ein Studentenwohnheim und zwei Kindertagesstätten beherbergt.
Erste Messungen der Feuerwehr bestätigten einen Kohlenmonoxid-Austritt (CO). Daraufhin wurde sofort eine der Kindertagesstätten geräumt. Umfangreiche Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes wurden nachalarmiert. Nachdem bei weiteren Messungen noch höhere Werte festgestellt wurden, wurde im Anschluss das gesamte Gebäude geräumt. Die eingesetzten Kräfte im Objekt mussten bei den durchzuführenden Maßnahmen unter Atemschutz eingesetzt werden.
Durch die niedrigen Temperaturen und die teilweise nur leicht bekleideten Personen wurden von der Heagmobilo ein Bus und ein weiterer Bus der Feuerwehr Rödermark angefordert. So konnten die Personen vorübergehend untergebracht werden. Im weiteren Verlauf wurden die Personen im nahe gelegenen Landratsamt untergebracht und betreut.
Insgesamt wurden 162 Betroffene vom Rettungsdienst untersucht und betreut. Davon waren 4 Kinder und 3 Erwachsene verletzt. Zwei Erwachsene wurden vor Ort ambulant behandelt, die anderen Verletzten wurden zur weiteren Behandlung in Darmstädter Krankenhäuser transportiert. Zur Untersuchung waren spezielle Geräte zur Messung der CO-Konzentration im Blut erforderlich. Hier wurden weitere Geräte durch die Werkfeuerwehren Merck und Evonik vor Ort gebracht. Den Rettungsdiensteinsatz koordinierten der Leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst.
Als Ursache des Kohlenmonoxid-Austritts wurde das installierte Blockheizkraftwerk vermutet. Das Kraftwerk wurde mit Unterstützung der Wartungsfirma und dem zuständigen Schornsteinfeger außer Betrieb genommen.
Um die Kohlenmonoxid-Konzentration zu senken wurden umfangreiche Lüftungsmaßnahmen durchgeführt. Hier kam auch die Feuerwehr Griesheim unterstützend zum Einsatz. Das gesamte Gebäude wurde parallel kontinuierlich messtechnisch kontrolliert. Nachdem keine Konzentration mehr gemessen wurde, konnten die Bewohner wieder zurück ins Gebäude.
Im Einsatz waren Kräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr Innenstadt und Arheilgen, des Rettungsdienstes und die Polizei. Unterstützend wurden die Freiwillige Feuerwehr Griesheim und Rödermark, die Werkfeuerwehren Merck und Evonik und ehrenamtliche Kräfte des DRK Darmstadt eingesetzt.
Die Zusammenarbeit der eingesetzten Kräfte der verschiedenen Hilfsorganisationen, beteiligten Feuerwehren und Behörden, auch über Landkreisgrenzen hinaus, klappte reibungslos. Der Einsatz war nach ca. 5 Stunden beendet.