Katstrophenschutzübung: Brand im Citytunnel

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Am Sonntag, 15.10.2023 kurz nach neun Uhr wurden die Kräfte der Darmstädter Feuerwehr zur Katastrophenschutzübung im Citytunnel alarmiert.

Hierbei sollte die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen in dem weit verzweigten unterirdischen Areal, sowie unterschiedliche Belüftungsmöglichkeiten für den Tunnel erprobt werden. Als Grundlage dient die „Einsatzplanung Innenstadt“, welche eigens zu diesem Zweck entwickelt wurde und für den Realfall getestet werden sollte.

Als Szenario wurde der Brand eines Müllcontainers im Ladehof unter dem Luisencenter angenommen. Durch diesen war es zu einer starken Rauchentwicklung im Tunnel gekommen, welche unter anderem einen Verkehrsunfall verursachte. Zudem wurden mehrere Verletzte und eingeschlossene Personen angenommen.

Nach Alarmierung der Berufsfeuerwehr wurden zeitnah alle Freiwilligen Feuerwehren nachgefordert und der Tunnel über verschiedene Zugänge betreten und abgesucht. Das Feuer konnte schnell lokalisiert und gelöscht werden. Auch die im Unfallfahrzeug angetroffenen Personen konnten zügig über Fluchtwege gerettet werden.

Im Verlauf der weiteren Absuche wurden mehrere verletzte Personen aufgefunden, welche durch die Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst erstversorgt und in ein Krankenhaus verbracht wurden.

Durch die Rauchentwicklung kam es zudem zur Auslösung mehrerer Brandmeldeanlagen, unter anderem im Luisencenter. Auch diese wurden durch die Einsatzkräfte erkundet, um mögliche weitere Brandstellen ausschließen zu können.

Zur Entrauchung des Tunnels waren die Feuerwehr Griesheim sowie die Werkfeuerwehr Merck mit Spezialausrüstung angefordert worden. Die bei den beiden Feuerwehren vorgehaltenen Großlüfter befreiten den Tunnel schnell vom Rauch.

Koordiniert wurde die Lage vom Luisenplatz aus, wo die Einsatzleitung ihr Fahrzeug positioniert hatte. Hier wurde zudem das Hygienekonzept aufgebaut, welches im Realfall die Einsatzkräfte nach Beendigung des Einsatzes mit neuer Feuerschutzkleidung versorgt. Dies dient dazu die vom giftigen Brandrauch kontaminierte Kleidung zeitnah ablegen zu können und so eine Verschleppung von Gift- und Gefahrstoffen zu vermeiden.

Insgesamt waren über 120 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, der Landes- und Stadtpolizei und der Stadtverwaltung an der Übung beteiligt. Der Citytunnel war für die gesamte Dauer der Übung für den Verkehr gesperrt.